Fraport AG im Feuer der Kritik
Die Fraport AG, Eigentümerin und Betreiberin des
Flughafens Frankfurt, gerät in ein heftiges Feuer der Kritik. Bei der Räumung eines Protestcamps machte Fraport mit einer versteckten Kamera Videoaufnahmen und diese gelangten bereits kurze Zeit später an die Öffentlichkeit. Doch obwohl die Geschäftsführung dementierte, dass es sich hierbei nicht um die Überwachung der Journalisten handelte, fordern die Datenschützer eine entsprechende Aufklärung des Sachverhaltes.
Wolfgang Schwalm, der Sprecher von Fraport, sieht derzeit in den Videoaufnahmen keine rechtlichen Einschränkungen und so hat das Unternehmen nach eigener Auffassung gegen keinerlei Gesetze verstoßen. Zudem kam es in keiner Art und Weise zur Speicherung des Bildmaterials. Die Videokamera sei ausschließlich eine Unterstützung für die Mitarbeiter von Fraport gewesen, so Schwalm. So sollten sie auf diesem Weg eine wichtige Hilfestellung für die Überwachung des Vorgangs bekommen. Die Übertragung der Bilder erfolgte mit einer Mini Kamera in die Zentrale des Einsatzteams. Bei den Aufnahmen eines Fernsehjournalisten handele es sich um Versehen, so Schwalm.
Doch obwohl sich Fraport erheblich gegen die Kritik und die damit verbundenen Vorwürfe wehrt, bricht das Interesse von Seiten der Medien nicht ab. Immerhin würde es sich hierbei um einen neuen Datenschutzskandal handeln. Ute Arlt, die stellvertretende hessische Datenschutzbeauftragte, forderte das Unternehmen zu einer Stellungnahme auf. Eine entsprechende Erklärung von Seiten Fraports kann jedoch nicht vor Dienstag erwartet werden und so darf man auf die Argumente und die Reaktion auf die Vorwürfe von Fraport gespannt sein.
cheapflightscorner am 22.2.09